Singles im 21. Jahrhundert

Wer auf der Suche nach dem passenden Partner ist, für den stellt sich zunächst einmal die Frage, ob denn das Ziel der Begierde überhaupt umworben werden möchte. Althergebrachte Signale und Zeichen – wie der Trauring – verlieren in unserer Zeit zunehmend an Gültigkeit. Auch sind Brauchtumstechniken, die das Singledasein etwa durch Details an der Kleidung codiert zur Schau stellten, mit zunehmender Urbanisierung in Vergessenheit geraten. Vielleicht ist dies ein Grund, warum sich Partnerbörsen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Denn wer hier ein Profil hat, der will gefunden werden. Gute Aussichten also für alle, die nicht mehr alleine sein wollen!
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Vom Dateroulette zum Traualtar
Maria und Thomas
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Liebe in acht Tagen

Singles, wohin das Auge blickt

Der Anteil an Singles in der Schweiz lag im Jahr 2010 laut dem Statistischen Bundesamt noch knapp unter dem von Ehepaaren mit 44 Prozent. Beim Blick auf die Zuwachsraten von Alleinstehenden wird jedoch ersichtlich, dass in eben diese Gruppe zwischen 2003 und 2011 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war – in einigen Bundesländern um bis zu 20 Prozent! Auf der anderen Seite haben Ehepaare mit Ausnahme von Baden-Württemberg in ganz Deutschland an Boden eingebüßt. Dabei fällt auf, dass gerade in Großstädten der Anteil an Singles besonders hoch ist. Da überrascht es nicht, dass es in Berlin mittlerweile mehr Ein- als Mehrpersonenhaushalte gibt. Dabei handelt es sich im Übrigen nicht um ein typisch deutsches Phänomen. Singles sind in einem Großteil der westlichen Welt auf dem Vormarsch. Allerdings unterschieden sich die einzelnen Länder deutlich in Bezug auf die Verteilung von Singles. So stellen Alleinstehende in den USA mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe, während ihr Anteil in der Schweiz weniger als ein Viertel ausmacht.
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Ungesunde Singles vs. bewusst lebende Paare?

So sehr manche Menschen auch ihren Singlesstatus genießen mögen, schenkt man der Wissenschaft Glauben, hat diese Lebensform einen gewaltigen Nachteil: nämlich eine kürzere Lebenserwartung. Zumindest kommt die Österreichische Akademie der Wissenschaft zu diesem Ergebniss. Dazu überprüft die Akademie in der sogenannten Klosterstudie in regelmäßigen Abständen die Lebenserwartung von Männern und Frauen in Deutschland und Österreich. Bisher hat sich an den Ergebnissen nichts geändert, Ehepaare weisen weiterhin eine längere Lebenserwartung auf als Alleinstehende. Als Gründe hierfür werden unter anderem eine gesündere Lebensführung, ein geregelteres Essverhalten sowie eine größere emotionale Balance genannt. Umstritten ist hingegen die These, gesündere Menschen hätten bessere Chancen bei der Partnersuche, weshalb Alleinstehende von schlechter Gesundheit seien und demzufolge eine geringere Lebenserwartung aufwiesen. Dem widerspricht die Tatsache, dass auch ehemals verheiratete Personen laut Klosterstudie eine niedrigere Lebenserwartung aufweisen. Wie dem auch sei, ein Fehler ist es sicher nicht, wenn Singles eine Bindung nicht aus den Augen verlieren – nicht nur, um die eigene Lebenserwartung zu verlängern.

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